Montessori Zentrum Berlin, Lüderitzstr. 2, 13351 Berlin, Tel.: 030 - 75 51 27 97
Internet: http://www.montessori-zentrum-berlin.de, E-Mail: info@montessori-zentrum-berlin.de

  • Sie befinden sich hier: 
  • Zentrum>
  •  Casa den Niños

Überschrift Casa de etc.

Casa de Niños


und was bisher so alles passiert ist

 

von Yvonne Henne

Bild 1

Abschnitt 1

Cochabamba - drittgrößte Stadt Boliviens

Cochabamba ist die drittgrösste Stadt Boliviens mit vielen schönen Sehenswürdigkeiten, ist aber vor allem bekannt für ihren grossen Markt, der gleich vor dem Kinderhaus beginnt. Überall in den Strassen trifft man die Marktfrauen mit ihren kleinen Ständen, die auf der Strasse täglich ums Überleben kämpfen. Sie hoffen jeden Tag aufs Neue wenigstens ein paar Kartoffeln, Zwiebeln oder Früchte zu verkaufen. Von morgens kurz nachdem die Sonne aufgeht bis in die späten Abendstunden. Die Kinder der Marktfrauen müssen den ganzen Tag neben ihrer Mama bleiben, sie liegen oft in Karton oder in Tücher gewickelt irgendwo zwischen den Ständen.

Doch seit dem 1. Februar haben ein paar von ihnen einen neuen Alltag, denn sie dürfen in das Kinderhaus Santa Maria Magdalena Postel kommen. Das Kinderhaus mitten in Cochabamba öffnete am 1. Februar 2006 erstmals seine Türen für Boliviens Strassenkinder.

Nach 2 Monaten nun hat sich einiges getan. Im Kinderhaus, in dem nach der Montessori-Methode gearbeitet wird, ist Leben eingekehrt und mittlerweile 40 Kinder im Alter von 2 ½ bis 5 Jahren fühlen sich in ihrem "Casa de Niños" pudelwohl. Doch bis dahin war es ein harter Weg und es gibt nach wie vor jede Menge Arbeit und jeden Tag neue Herausforderungen, die bewältigt werden müssen.

 

Bild 2

Bild 3

Abschnitt 2

Die Renovierung

Nachdem Schwester Maria Cornelia aus Bestwig im vergangenen Jahr nach Cochabamba zog, wurde in dem ehemaligen Speisessaal des Mädchenwohnheimes der bolivianischen Schwestern gehämmert, gesägt, gestrichen und geschwitzt, doch die Arbeit hat sich gelohnt, denn heute gibt es einen grossen und hellen Gruppenraum, ein Hof ausgestattet mit einem Sonnendach, Wippen, Rutschen und Platz zum Fussball spielen, zwei Duschen, zwei kindgerechte Toiletten und Waschbecken - ein wahres Kinderparadies ist entstanden.

Viele Personen halfen dabei durch zahlreiche Spenden. Eine Sozialarbeiterin wurde für einen

 

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Abschnitt 3

Monat eingestellt, um die Familien der Kinder vor Ort zu besuchen und sich ein Bild von den Lebensverhältnissen und der bitteren Armut der Familien zu machen. Heute arbeiten mit Schwester Maria Cornelia zusammen 2 Festangestellte mit den Kinder, ½ Kraft zum Spülen und Putzen, eine Köchin und zwei MaZlerinnen (Missionar auf Zeit) aus Deutschland.

"Die ersten Wochen waren wirklich das reinste Chaos", erinnert sich Schwester Cornelia, " die Kinder wussten nicht was eine Toilette ist, sprangen über Tische und Bänke. In den Gruppenraum konnten wir pro Tag höchstens eine Stunde, denn die Kinder haben alles auf den Kopf gestellt. Ich musste das neue Montessori-Material erst einmal wieder in den Schränken verstecken und habe es erst nach und nach wieder hervorholen können".

 

Bild 7

Abschnitt 4

Geregelter Ablauf

Heute sieht es schon ein wenig anders aus. Die Kinder kommen von dienstags bis samstags morgens zwischen 7.30 bis 8 Uhr an. Um 8.45 Uhr geht es gemeinsam in den Gruppenraum. Jedes Kind sucht sich einen Platz, dann wird gemeinsam das Datum besprochen und die Kinder dürfen ihre eigene Karte mit ihrem ganz eigenen Zeichen in eine Anwesenheitsliste stecken. Anschliessend sucht sich jedes Kind sein Material, mit dem es arbeiten möchte, aus und es kehrt Ruhe ein.

Zwischen 10 und 10.30 Uhr ist Frühstückszeit. Seit einer Woche sind die Kinder schon so weit, dass sie sich morgens ihre Bananen selber schneiden, sich Teller und Gabel holen und diese auch anschliessend wieder spülen. Dies wäre vor einigen Wochen noch undenkbar gewesen. Von 10.30 Uhr bis 11 Uhr ist Pause. Ausserhalb des Gruppenraumes werden Kreisspiele gemacht oder es wird gemeinsam gesungen. Von 11 bis 12 Uhr wird noch einmal im Gruppenraum gearbeitet, bevor es dann anschliessend zum gemeinsamen Mittagessen geht.

Nachdem alle kleinen Mägen voll sind, machen die Pequeños ( 2-3 Jahre) ein kleines Mittagsschläfchen und die schon etwas Grösseren spielen draussen und gehen gegen 13.30 Uhr noch einmal in den Gruppenraum. Nachmittags packt noch eine weitere MaZ aus Deutschland im Kinderhaus mit an. Kaffeezeit ist um 14.30 Uhr. Alle gemeinsam wieder versammelt bekommen die Kinder noch einmal eine Kleinigkeit, wie Pudding oder Milchreis, zu essen. Ab 15.30 Uhr neigt sich für die Kinder ihr Tag im Kinderhaus dem Ende zu. Denn zwischen 15.30 und 16 Uhr sollen die Kinder abgeholt werden. Da Pünktlichkeit in Bolivien nicht sehr gross geschrieben wird, endet der Tag für Schwester Maria Cornelia und ihre MaZlerinnen auch schon mal ein wenig später, denn vor 18 Uhr wird das letzte Kind meist nicht abgeholt.

 

Bild 8

Spendenaufruf

Handeln Sie jetzt!

Spenden Sie für das Casa den Niños in Cochabamba

Senden Sie Ihre Spende für das Kinderhaus in Cochabamba bitte an:

Darlehnskasse Münster eG
Kontonummer: 321 000
Bankleitzahl: 400 602 65

Spendenquittungen werden ab einem Spendenbetrag von 100,00 € erstellt.